Relais, Koppelrelais und Halbleiterrelais
Koppel- und Interface-Relais bilden die Signalebene ab, Industrie- und Steckrelais übernehmen die Lastkreise. Relais schalten und trennen Stromkreise elektromechanisch oder elektronisch und gehören zu den Kernbausteinen der Steuerungs- und Schaltschranktechnik: Sie dienen der galvanischen Trennung, der Signalverstärkung und der Lastschaltung. Über 1.000 Relais für Industrie und Anlagenbau sind bei deinschaltschrank.de gelistet, dazu Zeitrelais, Überwachungs- und Messrelais sowie Halbleiterrelais für verschleißfreies Schalten. Bei der Auswahl zählen zuerst die Spulen- bzw. Steuerspannung (z. B. 24 V DC oder 230 V AC) und die Kontaktbestückung mit Kontaktart (Schließer, Öffner, Wechsler) und Kontaktanzahl. Hinzu kommen Schaltleistung bzw. Schaltstrom, die Anschlussart (Steck-, Schraub- oder Federzuganschluss) und die Frage, ob ein passender Sockel erforderlich ist. Koppelrelais mit schmaler Baubreite brauchen wenig Platz auf der Hutschiene. Überwachungsrelais kontrollieren Spannung, Strom, Phasenfolge oder Isolation. Sockel sowie Halte- und Markierungszubehör gehören ebenfalls zum Programm. Elektromechanische Relais schalten über Kontakte, Halbleiterrelais dagegen ohne Verschleiß.
Was ist ein Relais?
Ein Relais schaltet und trennt Stromkreise elektromechanisch oder elektronisch – zur galvanischen Trennung, zur Signalverstärkung und zur Lastschaltung. Ein kleiner Steuerstrom (Spule) schaltet einen größeren Laststromkreis. Relais sind ein Kernbaustein der Steuerungs- und Schaltschranktechnik.
Welche Arten von Relais gibt es?
| Typ | Merkmal | Einsatz |
|---|---|---|
| Koppel-/Interface-Relais | schmale Bauform, Hutschiene | Signalebene, SPS-Ein-/Ausgänge trennen |
| Industrie-/Steckrelais | mit Sockel steckbar | Lastkreise, universelle Schaltaufgaben |
| Zeitrelais | zeitverzögertes Schalten | Ablaufsteuerungen, Verzögerungen |
| Überwachungs-/Messrelais | überwacht Strom, Spannung, Phasen | Netz- und Anlagenüberwachung |
| Halbleiterrelais (SSR) | verschleißfrei, schnell | häufiges Schalten, Heizungen |
Relais auswählen – die wichtigsten Kriterien
- Spulen-/Steuerspannung (z. B. 24 V DC, 230 V AC).
- Kontaktart & -zahl: Schließer, Öffner, Wechsler – und wie viele.
- Schaltleistung / Schaltstrom des Lastkreises.
- Anschlussart (Steck-, Schraub- oder Federzuganschluss) und ob ein Sockel benötigt wird.
Hersteller & Sortiment bei deinschaltschrank.de
Wir führen über 950 Relais herstellerübergreifend – schwerpunktmäßig FINDER, dazu Weidmüller, MURR, ELTAKO, DOLD und Phoenix Contact: Koppel- und Interface-Relais, Industrie- und Steckrelais, Zeit-, Überwachungs- und Halbleiterrelais. Passende Sockel und Markierungszubehör ergänzen das Programm. Kennwerte stehen im Datenblatt des jeweiligen Artikels.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Relais und Schütz?
Beide schalten Lasten über eine Spule. Schütze sind für größere Leistungen (Motoren) ausgelegt; Relais decken Signal- und kleinere Lastkreise ab und trennen galvanisch.
Welche Spulenspannung brauche ich?
Sie muss zur Steuerspannung Ihrer Anlage passen – im Schaltschrank meist 24 V DC, in der Installationstechnik oft 230 V AC.
Brauche ich einen Sockel?
Steckrelais werden auf einen passenden Sockel gesteckt (Verdrahtung, einfacher Tausch). Manche Koppelrelais bringen den Anschluss bereits mit.
Wechsler, Schließer oder Öffner?
Ein Wechsler (CO) vereint Schließer- und Öffnerkontakt; reine Schließer (NO) bzw. Öffner (NC) wählt man, wenn nur eine Funktion gebraucht wird.
Halbleiterrelais oder mechanisches Relais?
Halbleiterrelais (SSR) schalten verschleißfrei und sehr häufig (z. B. Heizungen); mechanische Relais sind günstiger und trennen galvanisch sichtbar.
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